Die besondere, deutssprachige, Leinen Los Kreuzfahrten Antarktis Expedition 2013

 Wilhelm Filchner Gedächtnisexpedition Montevideo-Südgeorgien-Südsandwich Inseln-Weddell-Antarktis

 01 – 23 November 2013 (23 Tage, 22 Nächte), von Montevideo bis Ushuaia

(zuzüglich Fluganreise)

MS Ortelius ca 100 Passagiere, höchste Eisklasse 1A

Hundert Jahre deutsche Forschungsgeschichte in der Antarktis. Anlässlich dieses Jubiläums wird eine Reise zu einer Gedächtnisexpedition auf den  Spuren deutscher Entdecker und Polarforscher. Usere besondere Aufmerksamkeit gilt dem deutschen Forscher Wilhelm Filchner (Geograph und Geodät, 1877-1957), der vor hundert Jahren die zweite deutsche Südpolarexpedition 1911/12 Bord der „Deutschland“ leitete. Das Expeditionsschiff MS Ortelius besitzt eine besondere Eignung für polare Gewässer und bietet andererseits einen Komfort bei Verpflegung und Unterbringung, der genau zu einem Expeditionsgast passt. Die geringe Passagierzahle ermöglich bei Anlandungen alle Interessierten in einem Zeitfenster per Zodiac zur Anlandestelle zu bringen! Diese Möglichkeit bieten andere Schiffe nicht oder eingeschränkt!


In den Jahren 1911/12 war Grytviken in Südgeorgien die Ausgangsbasis Filchner´s 2. Deutschen Antarktisexpedition. Auf Südgeorgien wurden während der mehrwöchigen Aufenthalte umfangreiche Untersuchungen zu verschiedenen wissenschaftlichen Themen ausgeführt. Filchner erreichte von dort aus die entlegenen Südsandwichinseln und entdeckte das sogenannte Filchner-Ronne-Schelfeis im Weddell Meer. Im Laufe der Filchner-Expedition wurde auf 78°S erstmals die südliche Begrenzung des Weddellmeeres an Bord der „Deutschland“ erreicht – das Filchner-Schelfeis. Filchner erreichte den antarktischen Kontinent am 31. Januar 1912  und errichtete die Winterstation “Stationseisberg” in der geschützten Vahsel Bucht. Ernest Shackleton träumte von diesem Ort, um von dort den antarktischen Kontinent als erster Mensch zu durchqueren. Dieser Traum, wie man weiß, wurde nie wahr und endete mit dem tragischen Untergang der Endurance im Weddell Meer. Shackleton verwendete eine Karte von Südgeorgien, die Filchner zuvor angefertigt hatte. Am 19. Dezember 1912 endete die Filchner Expedition an Bord der „Deutschland“ im Hafen von Grytviken. Wilhelm Filchner verbrachte seine letzten Lebensjahre in Zürich, sein Nachlass wird heute von der Bayerischen Akademie der Wissenschaften verwaltet. Diese, von Leinen Los Kreuzfahrten besonders empfohlene Antarktis Expedition, plant während des Besuches in Grytviken 2013 die Anbringung einer Wilhelm Filchner Gedenkplakette im dortigen Museum zum Gedenken an die deutsche Geschichte.  

An Bord MS Ortelius nehmen wir Kurs auf Teilstrecken der originalen Filchner-Route, wie sie in seinem Buch “zum sechsten Erdteil – die zweite deutsche Südpolarexpedition“ von 1922 beschrieben wurde. Die Reise beginnt in Montevideo/Uruguay, über Südgeorgien zu den Südsandwichinseln bis ins Weddell Meer, zu den Süd-Orkney-Inseln bis nach Elephant Island bis zur Antarktischen Halbinsel, von dort zurück nach Ushuaia/Argentinien. Wir erreichen Stationen, die Filchner auch besucht hat (Südgeorgien und Südsandwichinseln). Diese einzigartige Reise lässt polargeschichtliche Fakten aufleben, und kombiniert alle entlegenen Inseln, auf den antarktisches Tierleben zuhause ist, in einer Reiseroute. Wir erleben Südgeorgien (bekannt durch See-Elefanten, Königspinguine und brütende Wanderalbatrosse), die selten besuchte und unbewohnten Südsandwichinseln (Heimat der weltgrößten Kehlstreifenpinguinkolonie mit über 1 Mio Brutpaaren) und schließlich die Antarktis, wo wir uns eine Anlandung auf dem Kontinent erhoffen.

In der Antarktis geht die Spurensuche deutsch-österreichischer Entdecker-, und Forscherpersönlichkeiten weiter. Wir besuchen Orte deutscher Forschungs-, und Entdeckergeschichte, und erfahren Wissenswertes über Erich von Drygalski  (Geograph und Geophysiker. Leiter der ersten deutschen Südpolarexpedition. Es sind Gletscher in Südgeorgien nach ihm benannt), Georg von Neumayer (Geophysiker und Meereskundler. Eine See-Passage in der Antarktis ist nach ihm benannt), Eduard Dallmann (Walfänger und Polarforscher entdeckte 1873 die Petermann-Insel und benannte sie  nach dem deutschen Geographen August Petermann), Ludwig Kohl–Larsen ( reiste als Schiffsarzt mit Filchner nach Südgeorgien, lernte dort seine zukünftige Frau kennen, und kehrte 1928 dorthin zu einer wissenschaftlichen Expedition zurück. Ein Plateau ist nach ihm benannt), Heinrich Klutschak (erster Österreicher in Südgeorgien 1877/8, der sich als Künstler und Reisender dem amerikanischen Seehundfangboot „Flying Fish“ anschloss. Es ist eine Felsspitze in Südgeorgien nach ihm benannt), Arved Fuchs (zwar kein Forscher, aber Abenteurer, der von Elephant Island mit einer Replika der ‚James Caird’ die Reise von Shackleton von Elephant nach Südgeorgien nachvollzog).

Eine Reise nicht nur in die Vergangenheit. Diese Antarktis Seereise ist eine einmalige Expedition alle Inseln, alle „Brennpunkte“ der Antarktis werden in einer Expedition vereint, die bilingual durchgeführt wird. Beide Sprachen (englisch als Bordsprache, u. deutsch als Zweitsprache) werden in gleicher Gewichtung in Wort und Schrift dargeboten ( z.B. Lautsprecherdurchsagen, Briefings, Vorlesungen, Führungen etc ). Das Guide-Lektorenteam wird zur Hälfte aus deutschsprechenden Guides bestehen. Ein fachkundiger Historiker begleitet diese Reise. Unsere Expedition sieht eine kontinentale Anlandung auf dem antarktischen Kontinent vor.

Steckbrief Reiseverlauf:

01 Nov 2013 : Montevideo

02 – 06. Nov 2013: auf See

07 – 10. Nov 2013: Südgeorgien

11. Nov 2013: auf See

12 – 13. Nov 2013: Südsandwich Inseln

14. Nov 2013: auf See

15. Nov 2013: Südorkney´s / Orcardas

16. Nov 2013: Elephant Island

17. Nov 2013: Südshetland Inseln

18 – 20. Nov 2013: Antarktische Halbinsel

21 – 22. Nov 2013: auf See

23. Nov 2013: Ushuaia

 

Detaillierter Reiseverlauf :

Tag 1: Montevideo, Uruguay. Am Nachmittag legt das Schiff in Montevideo ab und steuert mit Kurs nach Südgeorgien.

Tage 2 – 6: Auf SeeAuf dem Weg nach Südgeorgien werden wir die antarktische Konvergenz zu überqueren. Mit Eintritt in das antarktische Gewässer, wird die Temperatur bis 10 Grad C in der Zeitspanne von nur wenigen Stunden fallen. In der Nähe der „Konvergenz“ werden wir eine Vielzahl von Seevögeln beobachten: Albatrosse, Sturmvögel und Raubmöwen.

Tage 7 – 10: Südgeorgien. Wir besuchen die Orte deutscher Forschungsgeschichte, hier arbeiteten von Neumayer, Drygalski, Filchner, Kohl-Larsen, und hinterließen ihre Spuren z.B. in Grytviken, Royal Bay/Moltke Harbour, Drygalski Fjord. Südgeorgien hat ein großes Spektrum verschiedener Landschaftsformen und Tierleben zu biete, z.B. Königspinguine, Goldschopfpinguine, Graumantel-Rußalbatross, Antarktische Pelzrobbe und See-Elefanten. Auf Südgeorgien gibt es Möglichkeiten zu Wandern. Alle Wanderungen sind abhängig von den vorherrschenden Wetterbedingungen und die Verfügbarkeit der Anlande-Plätze. Die erlebnisreichen Tage in Südgeorgien enden mit einer Zodiacfahrt im imposanten Drygalski Fjord.

Tag 11: Auf See. Auf unserem Weg quer über den Südatlantik, mit Kurs auf die selten besuchten Südsandwichinseln, werden wir von unseren treuen Weggefährten, den Seevögeln, begleitet.

Tage 12 – 13: Südsandwichinseln.Die Inselgruppe gehört zu Großbritannien, die aufgrund der Entlegenheit sehr selten besucht wird und unbewohnt ist. Bei guten Bedingungen werden wir eine Anlandung auf Zavodovski Island einplanen, hier sind über eine Million brütender Kehlstreifenpinguine zuhause; ein der größten Kolonien der Erde. Weitere Anlandungen sind auf den steilen Felsinseln geplant: Candlemas Island, Saunders Island und Montagu Island. Diese vulkanischen Inseln wurden einst von James Cook im Jahre 1775 entdeckt. Die Insel Saunders wurde erst Jahre später im Zuge einer Antarktis-Expedition durch den deutschbaltischen Seefahrer in russischen Diensten, Fabian Gottlieb von Bellinghausen, wiederentdeckt. Die oft mit Nebel umhüllten Inseln mit ihren kleinen Eiskappen an den Bergspitzen, und die ständig brausenden Winde verleihen diesem fernen Platz eine besondere Magie. Die Vegetation ist karg (Moose, Flechten, einige blühende Gräser); die Tierwelt hingegen sehr vielfältig (Eselspinguine, Kehlstreifenpinguine, Riesensturmvögel). See-Elefanten und Antarktische Pelzrobben bevölkern die Strandabschnitte. Hier haben wir schon Berührung mit dem Ewigen Eis der Antarktis, denn oft laufen große Eisberge aus dem Weddell Meer hier auf Grund. In den kleinen durch das Meerwasser ausgewaschenen Eishöhlen tummeln sich Pinguine. Die Insel Southern Thule besteht aus einem großen Krater mit einem natürlich entstandenen Hafen, vergleichbar mit Deception Island. Der deutsche Forscher Wilhelm Filchner besuchte die Südsandwichinseln im November 1911 an Bord der ´Deutschland´ noch bevor er ins unbekannte Weddell Meer aufbrach.

Tag 14: Auf See. Unsere Reise führt entlang der Packeisgrenze(oder alternativ) in Richtung Westen. Das Schiff wird von verschiedenartigen Seevögeln begleitet. In der Nähe der Packeisgrenze können wir mit etwas Glück seltenere Antarktisvögel, wie etwa den Schneesturmvogel und die MacCormick Raubmöwe, ausmachen und vielleicht sogar vereinzelte junge Kaiserpinguine sichten.

Tag 15: Süd-Orkney Inseln. Wir versuchen  der argentinischen Station „Orcadas“ auf den südlichen Orkneyinseln einen Besuch abzustatten. Das freundliche Stationspersonal zeigt uns, wie man hier lebt und arbeitet. Wir genießen den Ausblick auf die umliegenden Gletscher.

Tag 16:  Elephant Island. Am Abend erreichen wir karge Insel Elephant Island, wo wir für ein paar Stunden verweilen. Eine Anlandung auf der exponierten Insel ist immer schwierig, mit Glück gelingt eine Anlandung, ansonsten erkunden wir vom Schiff oder Zodiac. Je nach vorherrschenden Bedingungen landen wir bei Point Lookout auf der Südseite der Insel oder Point Wild auf der Nordseite. Point Lookout ist ein bevorzugter Ruhestrand für Pelzrobben und See-Elefanten. Point Wild ist der historische Außenposten westlich von Cape Valentine, wo Shackleton’s Männer nach dem Untergang ihres Schiffes Endurance im Weddell Meer ums Überleben kämpften. Shackleton’s legendäre Überquerung mit einem kleinen Rettungsboot (James Caird) nach Südgeorgien begann hier. Shackleton´s Reise wurde einst vom deutschen Abenteurer Arved Fuchs mit einer Nachbildung der ‚James Caird’ von Elephant nach Südgeorgien nachvollzogen. Ein mutiges Abenteuer.

Tag 17:  Südshetlandinseln.Wir planen eine Anlandung auf Half Moon Island (Südshetlandinseln), wo wir See-Elefanten, Weddellrobben, Pelzrobben, Kehlstreifenpinguine, Blauaugenkormorane, Dominikanermöwen, Sturmvögel, Skuas und Küstenseeschwalben sehen. Deception Island steht auf dem Plan und wir nehmen Kurs auf die spektakuläre Einfahrt durch Neptune’s Bellow in den Kraterring wo wir in Whalers Bay anlanden. Deception Island ist eine hufeisenförmige Vulkaninsel und umschließt einen versunkenen Krater. Eine Seite des Kraters öffnet sich zum Meer, was die Einfahrt in diesen Kraterring für das Schiff ermöglicht. Im Innern des Kraters befindet sich ein tiefes, natürliches Hafenbecken mit heißen Quellen. Eine verlassene Walfangstation diente Walfängern jahrzehntelang als Operationsbasis. Heute ist die verlassene und vom letzten Vulkanausbruch 1969 zum Teil verschüttete Walfangstation in Whaler´s Bay nur noch eine dunkle Erinnerung an diese Zeiten. Tausende von Kapsturmvögeln und Dominikanermöwen, sowie Antarktische Raubmöwen nisten in den Ruinen.

                                                     

Tage 18- 20:  Antarktische Halbinsel. Unsere Reise führt uns nach Süden zur Insel Danco und Cuverville. Die kleine Felseninsel liegt zwischen dem bergigen Antarktischen Kontinent und der eisbedeckten Insel Danco. Hier nisten Eselspinguine mit Blick auf Gletscher und gestrandete Eisberge. Auch ihre Feinde, die Raubmöwen, ziehen hier ihre Küken groß. Wir sehen Weddell- und Krabbenfresserrobben. In Neko Harbour in Andvord Bay setzen wir Fuß auf den antarktischen Kontinent. Dieses Gletschergebiet ist von atemberaubender Schönheit. Von hier geht es weiter durch die eisberggefüllte Paradiesbucht und die umliegenden Fjorde, wir besuchen die (meist verlassene) argentinische Forschungsstation Almirante Brown. Auf dem Weg in die Paradiesbucht gibt es große Wahrscheinlichkeit Buckel-, und Zwergwale zu sehen. Bei Neko Harbour oder in der Paradiesbucht machen wir Zodiacausflüge zwischen großen Eisbergen. Wenn die Eisverhältnisse es erlauben, durchfahren wir den spektakulären Lemaire Kanal mit seinen steilen Felswänden und mächtigen Gletschern, die krachend direkt ins Meer kalben. Südlich des Kanals besuchen wir vielleicht Petermann Island (benannt nach dem deutschen Geographen August Petermann). Hier nisten Königskormorane, Esels- und Adeliepinguine. Auch Zwerg-, Finn- und Buckelwale können hier oft beobachtet werden. Mit etwas Glück können wir uns auch Seeleoparden nähern. Bei Petermann Island erreichen wir den südlichsten Punkt unserer Reise. Es geht wieder Richtung Norden zum „Neumayer Channel“ (benannt nach dem deutschen Geophysiker Georg von Neumayer) und schließlich zur historischen Forschungsstation Port Lockroy auf Goudier Island. Das südlichste Postamt der Welt wird von den Briten verwaltet. In der Nähe von Port Lockroy bieten wir eine Anlandung auf der kleinen Insel Jougla Point an. Dort nisten Eselspinguine und Blauaugenkormorane. Auf unserer Fahrt nach Norden durch den Neumayer Kanal kommen wir zu den Melchior Inseln, wo wir vielleicht nochmal Seeleoparden, Krabbenfresserrobben und Walen begegnen. Von hier steuern wir Südamerika an.

 

Tage 21 – 22:  Auf See.Auf unserer Reiseroute nach Norden über die Drake Passage begegnen wir einer Vielzahl von Seevögeln.

Tag 23:Ushuaia. wir erreichen den Hafen von Ushuaia in den frühen Morgenstunden. Nach dem Frühstück heißt es dann Verabschiedung.

 

Leinen Los Kreuzfahrten übernimmt selbstverständlich die Organisation der Fluganreise, Zwischen aufentahlte in Montevideo oder Buenos Aires oder Landprogramme in Argentinien oder Chile!

 

 

Zur Person Wilhelm Filchner :

Wilhelm Filchner wurde am 13. September 1877 in München geboren. Er verstarb am 7. Mai 1957 in Zürich. Er war ein deutscher Geophysiker, Forschungsreisender und Reiseschriftsteller.

Wilhelm Filchner leitete die Zweite Deutsche Antarktisexpedition (1911/12) ins Weddell-Meer und entdeckte dort das Filchner-Ronne-Schelfeis. Er war Autor von 27 vor allem populärwissenschaftlichen Büchern und Reiseberichten. Filchner wuchs in München bei wohlhabenden Verwandten auf und trat im Alter von 15 Jahren dem Kadettenkorps der bayrischen Armee bei. Im Jahr 1900 nutzte er als Fähnrich einen dreimonatigen Urlaub, um auf eigene Faust und mit 300 Goldmark Reisebudget seine erste große Reise über Russland, den Kaukasus und Kirgisistan zu unternehmen, auf der er schließlich auf dem Pferderücken den Pamir überquerte.

Die Reise machte ihn in Bayern bekannt, und 1903 übertrug man ihm die Expeditionsleitung für eine Forschungsreise nach Tibet. Als erster Forscher führte er in dem asiatischen Land erdmagnetische Messungen durch. Auf der Rückreise 1905 entstanden die ersten Ideen für eine neue deutsche Antarktisexpedition.

Mit dem wenig polarerprobten Forscherteam, das Filchner zusammenstellte, unternahm er im Frühjahr 1908 eine kleine „Probeexpedition“ nach Spitzbergen. Die konkreten Pläne für diese zweite deutsche Antarktisexpedition stellte Filchner im März 1910 in Berlin der Öffentlichkeit vor. Mithilfe einer Lotterie wurden recht schnell die finanziellen Mittel aufgebracht und ein Schiff gekauft.

Im Mai von Bremerhaven gestartet, fuhr das Expeditionsschiff Deutschland am 4. Oktober 1911 von Buenos Aires aus Richtung Südpol. Da damals noch nicht bekannt war, ob der Südpol aus einer zusammenhängenden Masse besteht, wollte man eine Passage quer durch die Eismasse finden oder sich auf dem Landweg mit einer zweiten Expeditionsgruppe treffen. Dieses Vorhaben scheiterte aufgrund schlechter Wetterbedingungen – eine gerade errichtete Überwinterungsstation auf einem Eisberg wurde vermutlich durch eine Springflut binnen kürzester Zeit vernichtet. Filchner machte jedoch einige wichtige Entdeckungen, darunter die des zweitgrößten Schelfeises der Antarktis, des heutigen Filchner-Ronne-Schelfeises in der Weddellsee und des Prinzregent-Luitpold-Landes. Im März 1912 wurde das Schiff vom Packeis eingeschlossen und driftete neun Monate nach Norden. Erst im Dezember kamen sie so in Südgeorgien wieder frei.

Nach seiner Antarktis-Erfahrung zog es Filchner wieder in sein bevorzugtes Forschungsgebiet Innerasien. Auf eigene Kosten erforschte er seit 1926 das tibetische Kloster Kumbum und das Land rund um den Qinghai-See. Obwohl seine finanziellen Mittel in Qinghai aufgebraucht waren (von der deutschen Botschaft in Peking kam keine Unterstützung) und er nur durch die Hilfe einer französischen und britischen Expeditionsgruppe weiterreisen konnte, kehrte er nicht nach Deutschland zurück, sondern blieb für Film- und Fotoaufnahmen in Qinghai und unternahm geophysikalische Messungen auf dem tibetischen Hochplateau. Am 24. Juni 1928 kehrte er, zuhause bereits tot geglaubt, von der Reise zurück.

1934 bis 1937 unternahm Filchner seine dritte Tibetexpedition, diesmal von der Regierung finanziert.

1939 bereiste er Nepal. Im Zweiten Weltkrieg war er in Indien interniert: 1940 in Patna in dem Cottage-Hospital, von 1940 bis zum 13. September 1941 in dem Parole Camp in Purandhar und vom September 1941 bis November 1946 in dem Parole Camp in Satara in Maharashtra. Später lebte er in Pune in Maharashtra. Erst 1948 (1951?) kehrte er nach Europa zurück. Er nahm seinen Wohnsitz in Zürich und starb dort 1957 im Alter von 79 Jahren.

Sein Nachlass befindet sich in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und wird von der Deutschen Geodätischen Kommission betreut.

 

Weiterer deutsch-österreichische Entdecker-, und Abenteuerpersönlichkeiten der Antarktis :

 

  • Wilhelm Filchner (Geograph und Geodät. Leiter der zweiten deutschen Südpolarexpedition. Das „Filchner-Ronne-Schelfeis“ ist nach ihm benannt. Er bereiste und erkundete die Südsandwich Inseln)
  • Ludwig Kohl–Larsen ( reiste als Schiffsarzt mit Filchner nach Südgeorgien, lernte dort seine zukünftige Frau kennen, und kehrte 1928 dorthin zu einer wissenschaftlichen Expedition zurück. Ein Plateau ist nach ihm benannt)
  • Heinrich Klutschak ( erster Österreicher in Südgeorgien 1877/8 , der sich als Künstler und Reisender dem amerikanischen Seehundfangboot „Flying Fish“ anschloss. Es ist eine Felsspitze in Südgeorgien nach ihm benannt)
  • Erich von Drygalski  ( Geograph und Geophysiker. Leiter der ersten deutschen Südpolarexpedition. Es sind Gletscher in Südgeorgien nach ihm benannt)
  • Georg von Neumayer ( Geophysiker und Meereskundler. Ein See-Passage in der Antarktis ist nach ihm benannt)
  • Eduard Dallmann (Walfänger und Polarforscher entdeckte 1873 die Petermann-Insel und benannte sie  nach dem deutschen Geographen August Petermann)
  • Arved Fuchs ( zwar kein Forscher , aber Abenteurer , der von Elephant Island mit einer Replika der ‚James Caird’ die Reise von Shackleton von Elephant nach Südgeorgien nachvollzog)

Hier können Sie sich weiter Informieren und Buchen (läuft als Anfrage auf und wird in kurzer Zeit von uns bearbeitet:

Filchner Expedition Antarktis  November 2013: ab 10.500 Euro ohne Flug

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Die interessanteste Route einer Antarktis Expedition ( Link und Karte inten), die wir je gesehen haben, sofern man soetwas überhaupt sagen kann. MS Hansatic, nach Aussagen der Reederei eines der 3 hochwertigsten Expeditionschiffe der Erde!

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Kontaktelephon: Dieter Rosenbusch Leinen Los Kreuzfahrten T 0800 000 1264